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28.08.2018 Kindernotdienst in Berlin funktioniert
Entgegen des Eindrucks, der im Beitrag der rbb-Abendschau vom 19. und 20. August 2018 entstand, dass in den Berliner Jugendämtern – im Zusammenwirken mit dem Kinder- und Jugendnotdienst – die Gewährleistung des Kindeswohles nicht gesichert sei, möchte das Jugendamt richtigstellen, dass dies zu keiner Zeit der Fall war und betonen, dass der Notdienst im Land Berlin funktioniert.

Das Fallbeispiel, dass durch die Kollegin des Kriseninterventionsteams im Jugendamt Marzahn-Hellersdorf beschrieben wurde, sollte die Schwierigkeiten bei der Suche nach geeigneten Hilfeangeboten, insbesondere bei sehr problematischen und komplexen Fallkonstellationen, darstellen.
Im konkreten Fall handelte es sich um eine von Gewalt durch ihren Mann bedrohte Mutter mit drei Kindern, für die dringend eine Unterbringungsmöglichkeit gesucht wurde, die verschiedenen Anforderungen gerecht werden musste (gemeinsame Unterbringung von Mutter mit allen drei Kindern; die Möglichkeit, Therapieangebote wahrzunehmen; schnelle Aufnahme in die Einrichtung, da der gewalttätige Vater nur temporär von Mutter und Kindern ferngehalten werden konnte). Das in diesem Zusammenhang gezeigt Bild ist ebenfalls nicht direkt diesem Fall zuzuordnen.

Die Rückführung von Kindern zu Eltern, von denen Gewalt gegen sie ausgeht, wurde im Beitrag nicht korrekt dargestellt und ist auch außerhalb jeglicher Praxis der Berliner Jugendämter in anderen Fällen. Eine Sicherung des Kindeswohles findet in jedem Falle statt.

"Richtig ist dennoch, dass die zunehmende Anzahl komplexer, hochproblematischer Familiensituationen, die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter und das Hilfesystem vor immer größere Herausforderungen stellen, sehr oft unter hohem Zeitdruck bewältigt werden müssen. Darum sollte es in dem Beitrag gehen und auch die hohe Verantwortung, mit der die Kolleginnen und Kollegen in den Jugendämtern umgehen müssen. Da diese Aufgaben so enorm wichtig für viele Familien und vor allem Kinder und Jugendliche sind, unterstützen wir eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen", so Gordon Lemm, Jugendstadtrat aus Marzahn-Hellersdorf.

Von der Form eines offenen Briefes, der am Donnerstag von Kolleginnen und Kollegen des Jugendamtes an die Senatorin und die Medien gesandt wurde, distanziert sich die politische und die fachliche Leitung des Jugendamtes jedoch sehr klar, da der persönliche Vorwurf an die Senatorin so nicht geteilt werden kann.







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