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26.11.2015 Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf begrüßt die Ankündigung des Senats, feste Unterkünfte für Flüchtlinge zu errichten und meldet vier Turnhallen nach Aufforderung
Am Mittwoch, den 25. November 2015, gab die Senatsstadtentwicklungsverwaltung im Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin die geplanten Standorte für zwei neue modulare Flüchtlingsunterkünfte im Bezirk Marzahn-Hellersdorf bekannt.

Das Bezirksamt begrüßte die Entscheidung, modulare Unterkünfte zu errichten, da sie einerseits eine schnelle Hilfe für Flüchtlinge in akuter Not bedeute, zu anderen aber eine bessere und angemessene Unterbringung ermöglichen.

"Modulare Bauten", so Bezirksbürgermeister Stefan Komoß, "stellen einen vernünftigen Kompromiss von schneller Bauzeit, flexibler Nutzung und langfristiger Haltbarkeit dar." Wichtig sei es dem Bezirk jedoch, dass eine Abkehr von der "nächtlichen, überfallartigen Belegung von Turnhallen" geschehe, da das Bezirksamt es ablehne, Flüchtlinge unter solch schwierigen und unzumutbaren Bedingung unterzubringen.

Der Senat plant laut Herrmann Josef Pohlmann von der Senatsstadtentwicklungsverwaltung zwei Modulare Unterkünfte für insgesamt bis zu 900 Flüchtlingen an den Standorten Märkische Allee Ecke Martha-Arendsee-Straße und in der Wittenbergerstraße auf Liegenschaften des Landes zu errichten.

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher teilte mit, bis Ende 2016 sollten die ersten von insgesamt sechs bis sieben Standorten fertiggestellt sein, die beiden ersten werden in Marzahn-.Hellersdorf errichtet. Später ist durch den flexiblen Grundriss der Bauten aus Stahlbeton, die laut Lüscher länger als 50 Jahre bestehen sollen, auch eine weitere Nutzung als Wohnungen und Wohnheime für Studenten möglich.

Als Reaktion auf die Aufforderung von Dieter Glietsch, Staatssekretär für Flüchtlingsfragen beim Regierenden Bürgermeister von Berlin, der von allen Berliner Bezirken die Benennung von vier Turnhallen bis Freitag, den 27. November 2015, um 12:00 Uhr verlangte, sieht sich das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von seinem Beschluss abzuweichen und vier Hallen zu melden, die nicht vom Schulsport verwendet werden.

Dies soll eine Beeinträchtigung des Schulsports verhindern und geschieht nur, um einer angedrohten Beschlagnahme des Landes Berlin mit eigener Auswahl der Objekte zu entgehen. Stefan Komoß bekräftigte: "Ich halte die Belegung von Sporthallen für keine vertretbare Lösung. Sie kann nur im äußersten Notfall und zeitlich befristet erfolgen."







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