mahlsdorf.net - Herzlich Willkommen in Berlin-Mahlsdorf und Kaulsdorf! 05.04.2020 01:18 Uhr 
Hultschiner Damm am Gruenderzeitmuseum Weitzgruender Strasse Die Kaulsdorfer Seen Am Dorfanger in Alt-Kaulsdorf


27.01.2015 Abstimmungsrunde der Kitas zur Flüchtlingsproblematik
Um den Informationsfluss zum Thema Asylbewerberheim und zu den damit verknüpften Themen schnell und vertrauensvoll zu gestalten, hat die bezirkliche “Arbeitsgemeinschaft der Kindertagesstättenträger” ( AG nach § 78 KJHG ) unter der Leitung von Frau Birke Stahl gemeinsam mit dem Jugendamt einen Termin organisiert, bei dem die Themen Information und Akzeptanz, aber auch die konkrete Unterstützung für die Kindertageseinrichtungen offen und konstruktiv besprochen wurden. Bei der Runde nutzte Familienstadträtin Julia Witt die Begrüßung zu einer Klarstellung, wie wichtig der sensible Umgang mit Ängsten und Sorgen – aber auch die klare Abgrenzung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ist. “Es ist gut zu wissen, dass einige Kitaträger sofort nach der Information partnerschaftlich mit dem Jugendamt geschaut haben, was kann jetzt in welchen Einrichtungen getan werden, wo ist Klärungsbedarf, wo sind Unterstützungsangebote nötig. Einerseits ist die Unterbringung im Alltag unbürokratisch, vertrauensvoll und mit dem Einfühlungsvermögen der Pädagoginnen gut zu leisten und das geschieht auch bei uns im Bezirk. Sprachbarrieren werden gemeinsam überwunden, meist sind es ja die Kinder selbst, die den Spielgefährten sofort einbeziehen. Andererseits stehen auch die Kindertagesstätten vor der Herausforderung, dies kräftemäßig zu schultern. Wir fordern, dass diese zusätzliche Aufgabe im Personalschlüssel abgebildet wird, dass die Träger Unterstützung finden und dass über die Entwicklungen transparent unterrichtet werden muss.”

Rainer Rühlemann, Geschäftsführer von JAO, kann mit seinem pädagogischen Team auf Erfahrungen verweisen und beschreibt die praktische Seite so: “Menschen in Not zu helfen gehört zu den wichtigen Basisthemen sozialer Arbeit. Für uns ist wichtig, dass die Botschaft nicht allein auf der Strasse, sondern konkret im Alltag kommuniziert wird. Gerade Kinder sind die Schwächsten, die oft am unverschuldet am meisten unter den kriegerischen Auseinandersetzungen leiden. Dass sie in unseren Einrichtungen gut behütet sind, aber auch einen ganz normalen Alltag mit Spiel und Ruhe erleben, dafür schaffen die Teams die besten Voraussetzungen”.

Gabriele Geissler, Geschäftsführerin von "Kiek in", hat die Notwendigkeit einer schnellen und transparenten Information sofort erkannt und reagiert: “Die Menschen, die zu uns kommen, haben Schlimmes erlebt. Es ist deshalb insbesondere wichtig, für die Betreuung und Bildung der betroffenen Kinder gute Bedingungen zu schaffen, in denen sie sich wohlfühlen und kindgerecht entwickeln können. Das braucht die Mitwirkung und Bereitschaft der gesamten Gesellschaft, in besonderer Weise aber auch eine Willkommenskultur und eine gute Vorbereitung in Kitas und Schulen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Einrichtungen dürfen damit nicht allein gelassen werden. Sie brauchen Informationen, Ansprechpartner und ein gut funktionierendes Netzwerk im Träger und im Stadtteil. Das zu gewährleisten, ist mir als Geschäftsführerin der Kiek in-Soziale Dienste gGmbH wichtig."







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